Die Ausstellung „Cap Arcona“ im Museum für Regionalgeschichte stößt auf großes Interesse. Die Berichte von Menschen, die am 3. Mai 1945 das Inferno auf den Schiffen in der Lübecker Bucht überlebt haben und die Erinnerungen britischer Soldaten, die am selben Tag in Neustadt einmarschierten, bewegen viele Besucher*innen.
Besonderen Besuch erhielt das Museum Ende Juni von einer Gruppe aus Hamburg: Die Rechtsanwältin Barbara Hüsing war Mitgründerin der Vereinigung „Kinder vom Bullenhuser Damm“. Diese setzt sich für die Erinnerung an 20 jüdische Kinder und 28 erwachsene Häftlinge ein, die im April 1945 von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Für ihr jahrzehntelanges Engagement wurde Barbara Hüsing 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der Historiker Professor Detlef Garbe hat 30 Jahre die KZ-Gedenkstätte Neuengamme geleitet und zahlreiche Arbeiten zu den Themen Geschichte der Konzentrationslager, Wehrmachtsjustiz und öffentlich lange vernachlässigten Opfergruppen publiziert. Mit von der Partie war auch Dr. Stephan Linck, Studienleiter für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit bei der Ev. Akademie der Nordkirche. Das Museum-Team hat sich über das Interesse und die Anerkennung dieser fachkundigen Gäste sehr gefreut.

