Pressestimmen

zur Ausstellung „Die Sturmflut“

Zwei Gedenktafeln zur Erinnerung an eine Naturkatastrophe

Mit großer Freude begrüßt das Scharbeutzer Museum für Regionalgeschichte die Aufstellung zweier Gedenktafeln in Haffkrug und Scharbeutz, die über die verheerende Ostseesturmflut vor 150 Jahren informieren. „Nach eineinhalb Jahrhunderten war es überfällig, an diese Katastrophe zu erinnern“, sagt Sven-Michael Veit vom Museum, der zusammen mit seiner Kollegin Claudia Hönck die Gedenktafel entworfen hat. Am Freitag, den 11. November, wurde eine Tafel vor dem Haffhuus im Haffwiesenpark enthüllt, eine weitere am Badeweg in Scharbeutz, wo sie die bereits vorhandene Flutmarke ergänzt. Das Regionalmuseum hatte im Sommer 2021 eine solche Gedenktafel vorgeschlagen und mit einer viel beachteten Ausstellung über diese „Jahrtausendflut“ seine Forderung untermauert. Vor allem Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos) sei es zu verdanken, dass dieses Gedenken nun umgesetzt wurde, sagt Veit: „Sie hat Wort gehalten.“

der reporter Timmendorfer Strand, 16. November 2022


Die Ostseesturmflut von 1872

„Das Ostseesturmhochwasser vom 13. November 1872 gilt als die schwerste Hochwasserkatastrophe in der westlichen Ostsee“, schreiben Expertinnen des Deutschen Wetterdienstes und des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) 2008 in einer Rekonstruktion der damaligen Situation. „Die Wasserstände überstiegen dabei deutlich sämtliche seinerzeit bekannten Werte, und seitdem sind auch keine vergleichbaren Sturmhochwasser in diesem Bereich aufgetreten.“

Die Wetterlage, die die Katastrophe damals auslöste, ist eigentlich keine ungewöhnliche, wie Sven-Michael Veit vom Museum für Regionalgeschichte in Scharbeutz sagt. Es zeigt noch bis Ende März 2023 eine umfassende Schau zur Katastrophe mit vielen Bildern und Augenzeugenberichten, aber auch Informationen zum Klimawandel und Küstenschutz.

Zur Katastrophe kommt es demnach durch die tagelange Dauer und die Wucht des Sturmes: Vor dem verheerenden Sturmhochwasser drückt Wind aus Südwest das Wasser der Ostsee mehr als eine Woche lang in Richtung Baltikum und Finnland. Die Pegel an der westlichen Ostseeküste sinken. Am 10. November lässt der Südwestwind nach. Einen Tag später entwickelt sich ein Sturm aus Nordost zu einem mehrtägigen Orkan. Das Wasser der Ostsee, ein „Wellenberg aus Finnland“, wie Veit sagt, kommt mit Macht zurück: In Travemünde werden 3,3 Meter über dem mittleren Wasserstand gemessen, in Kiel 3,17 Meter und in Flensburg 3,27 Meter.

Deutsche Presse-Agentur (dpa), veröffentlicht am 6. November 2022 in den Online-Ausgaben von Die Zeit, stern, GEO, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Handelsblatt, Hamburger Abendblatt, Westdeutsche Zeitung, Stuttgarter Zeitung, Donaukurier, Thüringische Landeszeitung sowie mindestens 40 weiteren Zeitungen und Online-Portalen


Historisches Strandgut von Walter Dobrow

Der Scharbeutzer Autor Walter M. Dobrow, eigentlich bekannt für Krimis, wird am Sonnabend, 15. Oktober um 17 Uhr im Vortragssaal des Museums für Regionalgeschichte in Pönitz aus seinem Buch „Historisches Strandgut“ einige Kurzgeschichten lesen, die passend zur Sturmflut-Ausstellung im Museum von der Ostsee und von einer Sturmflut handeln. Dabei geht es zurück in die Zeit um 4000 vor Christi. Wir begleiten Tark, einen Jäger, der aus seinem angestammten Siedlungsgebiet fliehen muss und schließlich etwas Besonderes findet:  Eine Bucht von großer Schönheit. Einen Platz zum leben, von damals bis heute und darüber hinaus. 

Die laufende Ausstellung „Die Sturmflut“ kann man vor der Veranstaltung im Museum ansehen. Sie zeigt die dramatischen Ereignisse der höchsten Ostseesturmflut vom November 1872 in der Lübecker Bucht. 

Strandblick, Oktober 2022


Dokumentation eines Jahrtausendereignisses

Ausstellungseröffnung „Die Sturmflut 1872“ in Kellenhusen: „Wir treffen uns hier heute eigentlich zu einem sehr traurigen Anlass“, begrüßte Touristikleiter Raymond Kiesbye die Anwesenden am vergangenen Samstag bei der Eröffnung der Ausstellung „Die Sturmflut 1872“ im Biomarisraum an der Strandpromenade 15. Die umfangreiche Präsentation dieses Ereignisses wurde in einer Sonderausstellung vom Museum für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz erarbeitet, und der historische Teil fand nun seinen Weg in das Ostseebad Kellenhusen, wo er auf 31 Schautafeln ausgestellt wird. Neben Bürgermeisterin Nicole Kohlert und anderen Bürgermeistern aus den Nachbarorten des Ostseeferienlandes waren auch zahlreiche Interessierte gekommen, um sich die Darstellung der damaligen Ereignisse in Form von historischen Zeichnungen, Illustrationen, Fotos sowie Tagebucheinträgen, Dokumenten und Augenzeugenberichten anzuschauen.

Sven-Michael Veit hat die gesamte Ausstellung gemeinsam mit zwei weiteren Ehrenamtlern zusammengestellt und fand in seiner Eröffnungsrede eindringliche Worte: „Die Ostsee ist kein friedlicher kleiner Binnenteich. Das belegen die Aufzeichnungen der letzten 1.000 Jahre. Wir können erkennen, dass die Lage sich zunehmend verschärft. Die Sturmfluten werden häufiger und höher.“ Die Wetterlage, die damals zu der verheerenden Flut mit vielen Toten und großen Verlusten geführt hatte, sei durch eine nicht sehr ungewöhnliche Wetterlage entstanden, die jederzeit wieder auftreten könne. „Ich befürchte, dass die Sturmflut von 1872 wohl leider eher ein Jahrhundertereignis gewesen ist“, so Veit.

Die vollständige Ausstellung mit den zusätzlichen Themen „Küstenschutz“ und „Klimawandel“ ist im Museum für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz in Pönitz zu sehen. In Kellenhusen werden Duplikate des dritten Teils „Die Katastrophe“ gezeigt. 

der reporter Neustadt, 5. Oktober 2022 


Ausstellung „Die Sturmflut A.D. 1872“

Vor fast genau 150 Jahren ereignete sich an der Ostseeküste Unvorstellbares: Am 12. und 13. Novem­ber 1872 traf die bislang schwerste Sturmflut die Küste und riss hunderte von Men­schen in den Tod. Unzählige Schiffe sanken, das Vieh ertrank. Auch in Kellenhusen forderte die Flut ihre Opfer. Eine Ausstellung erinnert nun dort seit dem 1. Oktober an dieses Ereignis.

Zum Jahrestag dieser Katastrophe zeigt der Tourismus-Service Kellenhusen eine Sonderaus­stellung, die vom Verein für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz erworben wurde. Sie ist die bislang umfassendste Darstellung der damaligen Ereignisse und enthält historische Zeichnungen, Illustrationen, Fotos sowie Augenzeugenberichte, Tagebucheintragungen und Dokumente.

„Die Sturmflut war eine Tragödie“, sagt Tourismusleiter Raymond Kiesbye. Die Flut habe gezeigt, wie wichtig der Küstenschutz für die Ostseeorte ist. Das gelte mehr denn je, weil der Klimawandel den Meeresspiegel steigen lässt und mit mehr Sturmfluten gerechnet wird. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir diese interessante Ausstellung vom Museum in Pönitz erwerben und somit in Kellenhusen zeigen können“, ergänzt Kiesbye.

der reporter Neustadt, 28. September 2022


Sturmflut lockt ins Museum

Sonderausstellung in Pönitz findet großen Zuspruch: Seit dem 23. April und noch bis Mitte Dezember zeigt das Scharbeutzer Museum für Regionalgeschiche in Pönitz die Sonderausstellung „Die Sturmflut – Vor 150 Jahren: Das verheerende Hochwasser an der Ostseeküste am 12./13. November 1872“. In den kommenden Tagen wird nun der tausendste Besucher erwartet. „Das ist eine sehr schöne Bilanz“, freut sich Dr. Kersten Jungk, Vorsitzender des Vereins für Regionalgeschichte, der Träger des Museums ist.

Wochenspiegel Lübecker Bucht, 10. September 2022


Der Badewannen-Effekt

Insgesamt 654 Schiffe gehen unter, kentern, stranden oder werden mindestens stark beschädigt, als am 12ten und 13ten November 1872 in der Ostsee eine schwere Sturmflut tobt. Es ist die erste umfassende Ausstellung, die sich der damaligen Flutkatastrophe widmet; garniert mit vielen Zeitzeugenberichten und zeitgenössischen Artikeln: „Da reißt eine riesige Woge Schuppen und Stall zugleich fort, Kühe und Schafe treiben blöckend und brüllend vorüber, und nur das Pferd sucht schwimmend sich an jedem Baumzweige festzuhalten“, wie das in Leipzig erscheinende Familienblatt „Die Gartenlaube“ ausschmückte.

Im Zentrum der Katastrophe sind die damaligen Bauerndörfer und heutigen Seebäder Sierksdorf, Haffkrug, Niendorf und eben Scharbeutz. Ihre Häuser und Höfe sind dem Wasser schutzlos ausgeliefert; was nicht etwas höher steht, wird einfach hinweg gespült. Auch davon erzählt die Ausstellung, schlägt später einen weiten Bogen hin zu einem modernen Küstenschutz, in Erwartung der Folgen des längst anbrechenden Klimawandels.

die tageszeitung – taz nord, 29. Juli 2022


Land unter

Zahlreiche Abbildungen, frühe Fotos, zeitgenössische Berichte, Briefe und Tagebuchaufzeichnungen hat das Museum für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz zu einer Ausstellung zusammengetragen, die erstmals überhaupt einen umfassenden und systematischen Überblick über die so genannte „Jahrtausendflut“ zwischen Vorpommern und Dänemark gibt, von Usedom bis Bornholm reicht der Rundblick. Hinzu kommen Fotos von 34 Marken, Tafeln oder Stelen, die entlang der Küste an die Sturmflutkatastrophe vor 150 Jahren erinnern. In 22 Orten wird dieses gewaltigen Naturereignisses, das Tod, Leid und Zerstörung über die Küsten bis weit ins Landesinnere bringe, gedacht. Nur nicht im Badeort Haffkrug, heute eine Ortschaft in der Gemeinde Scharbeutz. Auf Initiative des Museums soll nun an der neuen Seebrücke, die im kommenden Jahr fertig gestellt sein soll, eine Gedenktafel an das verheerende Sturmhochwasser von 1872 erinnern – eineinhalb Jahrhunderte danach.

Das Museumsteam hat sich aber nicht auf die Darstellung der Katastrophe beschränkt, sondern untersucht auch, inwieweit der Klimawandel und der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels die Wahrscheinlichkeit eines vergleichbaren Ereignisses vergrößert. Und es hinterfragt die derzeitigen Küstenschutzmaßnahmen an der Ostseeküste. Reichen sie aus? Sind die jetzigen Deiche und Dünen sicher? Welche Orte, welche Flächen sind bei einer erneuten Hochwasser-Katastrophe gefährdet? Welche neuen Planungen gibt es?  Denn nicht selten werden Flutschutzmauern aus wirtschaftlichen Gründen verhindert oder zurechtgestutzt – Touristen wollen das Meer sehen und  nicht auf eine Mauer gucken, lautet ein gängiges Argument. Dabei lebt auf der Fläche, die vor 150 Jahren von dem verheerenden Hochwasser überschwemmt wird und immer noch gefährdet ist, heute eine vielfache Zahl von Menschen. Und was müssen sie tun, um steigenden Meerespegeln und stärkeren Stürmen in der Zukunft widerstehen zu können?

Schleswig-Holstein – Die Kulturzeitschrift für den Norden, Sommer/Herbst 2022


Als die Ostsee überlief

Im November 1872 traf eine noch nie da gewesene Sturmflut die südwestlichen Küsten der Ostsee zwischen Dänemark und Usedom. Eine Ausstellung im Museum für Regionalgeschichte in Pönitz zeigt, wo die meterhohen Wellen besonders wüteten, wie es zu der Katastrophe kam und was wir aus ihr lernen können.

Evangelische Zeitung, 15. Mai 2022


Neue Ausstellung: Die Sturmflut

1872 überschwemmte eine große Sturmflut in der Lübecker Bucht die gesamte Küste mit schwerwiegenden Folgen. Bis zu sieben Meter hoch sollen die Wellen des Orkans gewesen sein. Zwei Tage tobte der Sturm am 12. und 13. November über die Ostsee. Wer sich darüber genauer informieren möchte, findet Detailliertes in einer neuen Sonderausstellung im Regionalmuseum Pönitz, die anlässlich des 150. Jahrestages präsentiert wird.

Die Sonderausstellung ist die bisher umfassendste über diese Sturmflut. Sie enthält historische Zeichnungen, Illustrationen und frühe Fotos. Hinzu sind Augenzeugenberichte, Tagebuchaufzeichnungen und Dokumente gekommen. Rettungsringe, Bohlen der ehemaligen Seebrücke Haffkrug und Logbücher vervollständigen die Sammlung. Auch wurden 34 Sturmflutmarken dokumentiert.

Magazin Lübecker Bucht, 29. April 2022


Neue Sonderausstellung

Vor 150 Jahren: Das verheerende Hochwasser an der Ostseeküste am 12. und 13. November 1872 ist seit dem 23. April im Scharbeutzer Museum für Regionalgeschichte zu sehen. Anlass ist der 150. Jahrestag der bislang schwersten Ostsee-Sturmflut. Mindestens 271 Menschen starben, Hunderte Schiffe sanken, Tausende Häuser wurden zerstört, mehr als 10.000 Nutz- und Haustiere ertranken.

der reporter Neustadt, 23. April 2022


Es war die „Mutter“ aller Ostsee-Sturmfluten

Wochenspiegel, 23. April 2022


Sturmflut 1872: Was die größte Naturkatastrophe an der Ostsee anrichtete

Die Sturmflut von 1872 gilt als die größte Naturkatastrophe der Lübecker Bucht. Zwei Tage lang tobte der Orkan am 12. und 13. November über der Ostsee. Das dadurch ausgelöste Hochwasser überschwemmte die gesamte Küste. Im Zentrum der Verwüstungen  lagen die heutigen Badeorte Sierksdorf, Haffkrug, Scharbeutz und Niendorf. Anlässlich des 150. Jahrestags der verheerenden Flut präsentiert das Museum für Regionalgeschichte Scharbeutz in Pönitz eine Sonderausstellung – eine sehenswerte Präsentation.

Die bislang umfassendste Darstellung der damaligen Ereignisse enthält historische Zeichnungen, Illustrationen und frühe Fotos sowie Augenzeugenberichte, Tagebucheintragungen und Dokumente. Hinzu kommen Rettungsringe, Logbücher und Bohlen der ehemaligen Haffkruger Seebrücke. Dokumentiert werden zudem 34 Sturmflutmarken aus den betroffenen Orten an der Ostseeküste.

Lübecker Nachrichten, 21. April 2022


Neue Sonderausstellung: „Die Sturmflut“

Die neue Sonderausstellung ‚Die Sturmflut vor 150 Jahren’ wird ab 23. April im Scharbeutzer Museum für Regionalgeschichte in Pönitz zu sehen sein. Anlass ist der 150. Jahrestag der bislang schwersten Ostsee-Sturmflut im November 1872. Der zweitägige Orkan ließ die Pegel auf über 3,30 Meter steigen, der Wellenschlag erreichte bis zu 5,50 Meter, einzelne Brecher waren etwa 7,00 Meter hoch. Kaum ein Haus in Strandnähe blieb  unbeschädigt, die Ernte wurde vernichtet, fast alle Fischerboote, Netze und Reusen zerstört.

der reporter Timmendorfer Strand, 20. April 2022


Erinnerung an die schwerste Sturmflut

Ostholsteiner Anzeiger, 20. April 2022


Denkmal für die schwerste Ostsee-Sturmflut?

Im nächsten Jahr steht der 150. Jahrestag der Sturmflut an. Deshalb planen die Aktiven vom Museum für Regionalgeschichte in Pönitz für 2022 eine Sonderausstellung zu dieser Katastrophe, wollen aber auch aktuelle Bezüge einarbeiten: Küstenschutz und der steigende Meeresspiegel aufgrund des Klimawandels  sollen thematisiert werden. Ein Denkmal in Haffkrug könne somit ein „Umwelt-Stolperstein“ sein, sagt Kersten Jungk, Vorsitzender des Vereins für Regionalgeschichte.

Die Scharbeutzer Grünen unterstützen diesen Vorschlag, ihre Fraktionsvorsitzende Gabriele Jungk ist die Frau von Kersten Jungk. „Ein Sturmflut-Denkmal ist wichtig für die Identität des Ortes“, argumentierte Gabriele Jungk während der jüngsten Sitzung des Scharbeutzer Tourismusausschusses. Dort haben die Grünen beantragt, die Verwaltung möge das Denkmal finanzieren und gemeinsam mit den Ehrenamtlern vom Museum für Regionalgeschichte realisieren. Vorstellbar sei zum Beispiel ein Duckdalben, der die Höhe der damaligen Flut anzeigt, ergänzt um eine Informationstafel. (…)

Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos) regte an, ein Erinnerungselement in die neue Haffkruger Seebrücke zu integrieren, deren Bau 2022 beginnen soll. Ergebnis der Debatte: Die Verwaltung wird ausloten, ob und wie in Haffkrug an die Sturmflut von 1872 erinnert werden kann, und die Möglichkeiten im Ausschuss vorstellen.

Lübecker Nachrichten, 25. September 2021