Das Museum für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz und Umgebung sammelt und präsentiert Funde und Objekte aus der Region an der Lübecker Bucht. Neben der Dauerausstellung zeigt es regelmäßig Sonderausstellungen zu historischen Themen.
Das Museum ist jeweils am Dienstag von 15 bis 18 Uhr und Sonnabend und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Sonderausstellung 2025/26
Munition im Meer – das explosive Erbe
80 Jahre nach Kriegsende beginnt die Bergung in der Lübecker Bucht
Am Sonntag, den 15. März 2026 öffnen sich um 14 Uhr wieder die Türen. Das kleine Team des Trägervereins war in den letzten Wochen aktiv und hat die letztjährige Sonderausstellung „Munition im Meer – das explosive Erbe“ auf Grund der großen Resonanz um aktuelle Informationen ergänzt. Alle Objekte und Leihgaben sind weiterhin in der Ausstellung.

Zum Kriegsende vor 80 Jahren lagern in Deutschland noch unvorstellbare Mengen an Munition und Kampfstoffen. Es wird von den Alliierten beschlossen, diese in festgelegten Arealen in Nord- und Ostsee zu entsorgen. Die Lübecker Bucht wird für die Beseitigung herkömmlicher Waffen und Munition aus der britischen Besatzungszone ausgewählt, da sie vom Lübecker Hafen schnell erreichbar ist. Seitdem liegen etwa 300.000 Tonnen versenkter Waffen auf dem Boden der Ostsee. Diese Altlasten sind eine tickende Zeitbombe, denn die eisernen Behälter rosten und geben nach und nach ihre giftigen Inhaltsstoffe frei.
Das Regionalmuseum thematisiert mit der Sonderausstellung die Pilotbergung der Munitionsaltlasten in den Jahren 2024 und 2025, die Methoden, mit denen die Munition aufgespürt und kartiert wird, die Bergungskonzepte, die Gefahren, die von den rostenden Waffen für Mensch und Tier ausgehen und die Geschichte der Munitionsverklappungen.
… mehr über die Sonderausstellung
Regionalgeschichte in 3-D
Museum – digital
Ein virtueller Rundgang durch das Museum in Pönitz
Besuchen Sie unser Museum, ohne das Haus zu verlassen: Ein virtueller 3-D-Rundgang macht’s möglich. Mit Mitteln eines Förderprogramms des Landes Schleswig-Holstein hat die Firma Dataport die Räume gefilmt und die Bilder digital aufbereitet.
(Sie können die 3D-Darstellung im Vollbildmodus abspielen)
… mehr zum virtuellen 3D-Rundgang
… 3D-Rundgang der Sonderausstellung 2021 „3 Dörfer in Ostholstein“
Neu in der Dauerausstellung
Historische Glasnegative von Julius Simonsen
Idyllische Ansichten des Großen Pönitzer Sees, Badeleben an der Lübecker Bucht, ländliche Szenen aus Klingberg – in den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts bildete der bekannte Ostholsteiner Fotograf Julius Simonsen ab, was Feriengäste liebten und sich als Postkarte gut verkaufte. Festgehalten wurde sein umfangreiches Werk – Simonsen war in verschiedenen deutschen Regionen aktiv – als Fotonegativ auf Glasplatten.
Drei Konvolute mit insgesamt 235 Glasnegativen aus unserer Region hatte die Fielmann-Museumsförderung erworben, digitalisiert und dem Museum für Regionalgeschichte geschenkt.
Die Sammlung kann nun in der Dauerausstellung des Museums besichtigt werden. Neben den Originalschachteln zeigen wir auf einem Lichtkasten einige der rund 100 Jahre alten Bildplatten. Außerdem können sämtliche Fotos auf einem Bildschirm sowie ausgewählte laminierte Abzüge gern genauer betrachtet werden.
