„Cap Arcona“-Katastrophe: Gedenktafel und Ausstellung

Eine Gedenktafel auf der Seebrücke in Haffkrug erinnert nun an die „Cap Arcona“-Katastrophe vom 3. Mai 1945 in der Lübecker Bucht. Britische Bomber hatten damals mehrere Schiffe voller KZ-Häftlinge versehentlich angegriffen, darunter der ehemalige Luxusdampfer „Cap Arcona“. Mehr als 7000 Menschen kamen ums Leben – sie starben im Bombenhagel, verbrannten oder ertranken. Nur wenige hundert konnten sich retten.

Die Gemeinde Scharbeutz, das Museum für Regionalgeschichte und der Verein „Zukunft braucht Erinnerung“ wollen mit der Tafel über die Tragödie informieren, die sich nur wenige Kilometer vom Strand entfernt abspielte.

Die Bürgermeisterin von Scharbeutz, Bettina Schäfer, päsentiert die Gedenktafel auf der Seebrücke Scharbeutz. Links neben ihr zeigen Karin Bühring und Ullrich Günther das Plakat für die neue Ausstellung im Regionalmuseum. Ferner auf dem Bild: Helmut Kurth, Vorsitzender des Vereins „Zukunft braucht Erinnerung“ (1. v. li.), Dr. Kersten Jungk, Ehrenvorsitzender des Vereins für Regionalgeschichte (2. v. li.) sowie Claudia Hönck und Sven-Michael Veit vom Museumsteam.

Gleichzeitig eröffnet das Museum für Regionalgeschichte Scharbeutz zum Jahrestag der Katastrophe eine neue Ausstellung. Der Schwerpunkt liegt auf Berichten von Zeitzeugen: Einwohner von Scharbeutz und Neustadt, Häftlinge auf den bombardierten Schiffen, die das Inferno überlebt haben, britische Soldaten, die am 3. Mai dabei waren.

Das Team des Regionalmuseums hat dazu einen Film mit historischen Aufnahmen zusammengestellt und eine Hörstation mit Originaltondokumenten der Zeitzeugen eingerichtet. In Vitrinen liegen originale Fundstücke der untergegangenen Schiffe.