Radtouren auf den Spuren des Todesmarsches 1945

Zu zwei Fahrradtouren auf der Route des Todesmarsches von KZ-Häftlingen vor 81 Jahren durch Ostholstein laden das Museum für Regionalgeschichte Scharbeutz und die Gedenkstätte Ahrensbök im August ein. Sie werden von Sven-Michael Veit geleitet und erläutert, Mitarbeiter in beiden Institutionen.

Hunderte Häftlinge starben auf diesem Marsch, dessen Ziel die KZ-Schiffe „Cap Arcona“ und „Thielbek“ in der Lübecker Bucht waren. Die Überlebenden gerieten auf den Schiffen in das britische Bombardement am 3. Mai 1945, das mehr als 7000 Menschenleben kostete. Nur wenige hundert Menschen überlebten.

Am Sonntag, 16. August, um 10 Uhr startet in Haffkrug eine rund 20 Kilometer lange Tour zum Ehrenfriedhof Cap Arcona und zur Todesscheune in Süsel. Über Gut Oevelgönne führt sie weiter zum Schauplatz der Versenkung der „Cap Arcona“ vor dem Sierksdorfer Steilufer und zurück zur neuen Gedenktafel an der Seebrücke Haffkrug.

Am Mittwoch, 19. August, um 10.30 Uhr beginnt an der Gedenkstätte Ahrensbök eine gut 20 Kilometer lange Fahrt zu den Todesscheunen Siblin und Sarau sowie zum Gutshof des Kommandanten des Marsches, SS-Oberscharführer Max Schmidt, in Neuglasau und zum Friedhof Ahrensbök. Endpunkt ist wieder die Gedenkstätte.

Hier wurden die KZ-Häftlinge im April 1945 zwei Wochen lang eingepfercht: Die Scheune auf Gut Glasau in Sarau
Erinnerungsstele an den Todesmarsch in Süsel

Tour am Sonntag, 16. August: Start 10 Uhr, Parkplatz Wiesenweg am Haffwiesenpark Haffkrug, Dauer ca. 3,5 Stunden mit Pause im Lykke Beach Club Sierksdorf.

Tour am Mittwoch, 19. August: Start 10.30 Uhr, Gedenkstätte Ahrensbök, Flachsröste 16 (an der B 432, aus Richtung Scharbeutzetwa 1,5 km vor Ahrensbök). Dauer ca. 3,5 Stunden mit Pause im Café Sarau.

Beide Touren führen teilweise über Feld- und Waldwege. Mit eigenem Rad. Teilnahme kostenlos, Spenden erwünscht.

Anmeldung bitte unter: sven.veit@gedenkstaetteahrensboek.de
(Bei schlechtem Wetter erfolgt eine Absage am Tourtag bis 8 Uhr per Mail.)