Zu zwei Fahrradtouren auf der Route des Todesmarsches von KZ-Häftlingen vor 81 Jahren laden das Museum für Regionalgeschichte Scharbeutz in Pönitz und die Gedenkstätte Ahrensbök im Juli ein. Sie werden von Sven-Michael Veit geleitet und erläutert, Mitarbeiter in beiden Institutionen.
Am Sonntag, 19. Juli, um 10.30 Uhr beginnt an der Gedenkstätte Ahrensbök eine gut 20 Kilometer lange Fahrt zu den Todesscheunen Siblin und Sarau (Foto), sowie zum Gutshof des Kommandanten des Marsches, SS-Oberscharführer Max Schmidt, in Neuglasau und zum Friedhof Ahrensbök. Endpunkt ist wieder die Gedenkstätte.

Am Mittwoch, 22. Juli, um 10 Uhr startet in Haffkrug eine ebenfalls rund 20 Kilometer lange Tour zum Ehrenfriedhof Cap Arcona, zur Todesscheune in Süsel, zur Erinnerungsstele in Sierksdorf und zur neuen Gedenktafel an der Seebrücke Haffkrug.
Hunderte Häftlinge starben auf diesem Marsch, dessen Ziel die KZ-Schiffe „Cap Arcona“ und „Thielbek“ in der Lübecker Bucht waren. Die Überlebenden gerieten auf den Schiffen in das britische Bombardement am 3. Mai 1945, das mehr als 7000 Menschenleben kostete. Nur wenige hundert Menschen überlebten.

Tour am Sonntag, 19. Juli: 10.30 Uhr, Gedenkstätte Ahrensbök, Flachsröste 16 (an der B432, etwa 6 km von Pönitz). Dauer ca. 3,5 Stunden mit Pause im Café Sarau. (Weiterer Termin: Mittwoch, 19. August).
Tour am Mittwoch, 22. Juli: 10 Uhr, Parkplatz Wiesenweg im Haffwiesenpark Haffkrug, Dauer ca. 3,5 Stunden mit Pause im Lykke Beach Club Sierksdorf. (Weiterer Termin: Sonntag, 16. August).
Beide Touren führen teilweise über Feld- und Waldwege. Mit eigenem Rad. Teilnahme kostenlos, Spenden erwünscht.
Anmeldung bitte unter: sven.veit@gedenkstaetteahrensboek.de
(Bei schlechtem Wetter erfolgt eine Absage am Tourtag bis 8 Uhr per Mail.)