Am Dienstag, den 19. Mai um 19 Uhr zeigt der Autor und Künstler Marius Schmidt Bilder und liest aus seiner Graphic Novel.
Im Zentrum der Geschichte steht die Tragödie der „Cap Arcona“ am 3. Mai 1945 in der Lübecker Bucht.
Marius Schmidt hat seiner Erzählung eine der größten Schiffskatastrophen zugrundegelegt. Bei der irrtümlichen Bombardierung der „Cap Arcona“ und anderer Schiffe durch die britische Royal Air Force am 3. Mai 1945 kamen mehr als 7000 KZ-Häftlinge ums Leben.
In „Aale und Gespenster“ geht es um die beiden Freunde Casimir und Rimsky, die im Sommer 1947 ihr Geld mit der illegalen Ausschlachtung des Wracks der „Cap Arcona“ verdienen, das vor Neustadt im flachen Wasser liegt. Anna, die Tochter des ehemaligen NSDAP-Ortsgruppenleiters, überredet die beiden, sie zum Wrack mitzunehmen. An Bord des Schiffes kommt es zum Streit. 40 Jahre später finden Urlauber auf einem Campingpatz ein Skelett in der Erde. Die Polizei ordnet den Fund routiniert dem Schiffsunglück vom 3. Mai 1945 zu. Aber das entspricht nicht ganz der Wahrheit…
Der Berliner Künstler und Autor Marius Schmidt stellt sein Buch in Bild, Wort und mit Musik vor und lädt anschließend zum Gespräch.
Vor der Lesung um 18 Uhr bietet das Museum für Regionalgeschichte eine Einführung in seine neue Ausstellung „Cap Arcona – 3. Mai 1945: Die Tragödie der KZ-Schiffe in der Lübecker Bucht“ an.