3. Mai 1945: Die Tragödie der KZ-Schiffe in der Lübecker Bucht
Verbogene Gabeln, Reste einer Servierplatte, eine Schwimmbadkachel: Gegenstände aus der Zeit, als die „Cap Arcona“ als Luxusdampfer zwischen Hamburg und Südamerika verkehrte – und Zeugnisse der Katastrophe vom 3. Mai 1945, als der manövrierunfähige Dampfer voller KZ-Häftlinge von britischen Bombern in Brand geschossen wurde und kenterte. Zwei Vitrinen mit Fundstücken von der „Cap Arcona“ lassen das Grauen an Bord erahnen.

Zu den Geschehnissen jener Tage hat das Museumsteam Berichte von Zeitzeugen zusammengetragen: Von Überlebenden des Angriffs, die in der kalten Ostsee um ihr Leben kämpften, von Einwohnern Neustadts, die durch Nazi-Propaganda verblendet waren, von Kindern in Scharbeutz, die die Schiffe brennen sahen, von britischen Soldaten, die fassungslos die Elendsgestalten der entkommenen Gefangenen durch Neustadts Straßen wanken sahen.
Ein Film zeigt unter anderem die Vorgeschichte des Bombardements vor Neustadt und die ausgebrannten Wracks im Wasser. An einer Hörstation können die Besucher den Schilderungen des britischen Soldaten McKerchar lauschen, der als einer der ersten auf dem Landweg Neustadt erreichte.
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Für Besuche und Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten nehmen Sie bitte per Mail unter museum@museum-scharbeutz.de Kontakt auf.